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Capture Your Grief – Tag 19: Lernen

Das letzte Jahr kommt mir unheimlich lang vor und ich glaube, ich habe noch nie so viel gelernt. Über mich selbst, meine Familie, Freunde und das Leben. Ich habe gelernt mich auf mich selbst zu konzentrieren und auf meinen Bauch zu hören. Zur Zeit geschehen die Dinge einfach, wenn ich es zulasse. Ich lasse mich einfach treiben. Und plötzlich fällt ein Puzzleteil nach dem anderen ins Bild. Es ist faszinierend zuzuschauen. Ich bin spiritueller geworden und das ist etwas ganz neues für mich.
Ich habe gelernt besser zuzuhören. Mehr mit dem Herz als mit dem Kopf. Ich habe trauern gelernt und das es okay ist, das ganz in meinem eigenen Tempo zu tun.  Egal was ich gerade fühle, es ist OKAY. Was mich aber am meisten bewegt hat, ist, dass das Buch unseres Lebens seine Seiten einfach füllt. Ganz egal, was du tust, du hast keinen Einfluss darauf und keine Kontrolle. Das letzte Kapitel ist schneller geschrieben, als wir denken. Und die Endlichkeit ist hart. Zumindest für mich. Denn sie schreckt vor nichts zurück. Nicht mal vor einem Leben, dass noch gar nicht richtig begonnen hat. Wir haben einfach keine Kontrolle über unsere Zukunft und ich tue mich noch schwer damit umzugehen. Ich kämpfe oft mit der Angst, dass meiner Familie etwas passiert. Ich weiss, wie schnell es gehen kann. Wie aus dem Nichts dein Leben völlig aus dem Ruder laufen kann. Ich arbeite daran. Ich habe gelernt, dass ich meine Ängste konfrontieren muss, um sie abzubauen. In meinem Tempo. Ich hab Zeit. Und in der Zwischenzeit versuche ich jeden Tag so zu leben, als sei es der letzte. Voll Klischee, aber irgendwie stimmt’s.

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