Noch immer frage ich mich oft „Warum?“.

Es gibt keine Antwort, aber diese Frage bleibt nicht stumm.

Warum konntest du nicht bei uns bleiben? Warum musstest du gehen?

Warum durftest du die schöne Welt da draussen nicht sehen?

Was ist nur passiert? Ging es dir wirklich so schlecht?

Es war doch immer alles gut. Haben die Ärzte wirklich recht?

Sie sagen, du bist jetzt an einem besseren Ort, ganz sonnig und warm.

Aber welcher Ort ist besser für ein Baby, als bei seiner Mutter im Arm?

Sie sagen, es war Gottes Wille und er hat für uns alle einen Plan.

Aber was, wenn ich nicht an Gott glauben kann?

Sie sagen, alles hat einen tieferen Sinn und ich werde verstehen.

Aber welchen Sinn soll ich in dem Tod eines Babys sehen?

Sie sagen, tief im Herzen bist du immer ganz nah bei mir.

Doch sind die Zeichen, die ich bekomme, auch wirklich von dir?

Bist du es, wenn Schmetterlinge um mich herum fliegen?

Warst du in der Nähe, wenn weisse Federn am Boden liegen?

Bist du der Regenbogen, wenn es draussen so sehr giesst?

Oder der Engel in Wolkenform, der uns von oben grüsst?

Die flackernde Kerze, obwohl kein Windhauch geht?

Die Libelle am Abend, die plötzlich ganz still vor mir steht?

Ein Gefühl in mir sagt, du bist nie ganz fort.

Ganz nah bei uns ist dein besonderer Ort.

Auch wenn ich nicht immer ganz sicher bin.

So spüre ich dich doch ganz tief in mir drin.

In unserem Fenster brennt stets eine Kerze für dich.

Findest du mal nicht heim, such einfach nach dem Licht.

Unsere Arme werden immer offen für dich sein.

Wo auch immer du bist, ich hoffe, du findest heim.

 

Ein Licht brennt für dich.

 

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