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Mein unsichtbares Kind

Mein unsichtbares Kind

Ich habe heute ein Gedicht geschrieben “Mein unsichtbares Kind”. Zu einem Thema, das mich schon seit einigen Monaten  begleitet. Mir ist aufgefallen, dass ich es immer wieder auf die Seite schiebe.  Mein Kopf ist immer voll mit all meinen tausend Ideen, Projekten, Familie, Arbeit etc. Es war Zeit, das ich mich wieder ein bisschen um mich kümmere. Um das Gedicht zu verstehen, muss ich allerdings ein klein wenig ausholen. Denn es hatte einen ganz bestimmten Ausgangspunkt.

Ein Besuch bei einem Medium

Als ich im Januar bei einem Medium war, der wundervollen Petra Vocat, hatte ich eine tolle, tief berührende Sitzung. Es war intensiv, hat mich oft sprachlos gemacht und ich habe bis heute keine Ahnung was da passiert ist, geschweige denn wie. Aber eins war Fakt: Lennis war da. Sie hat Dinge gewusst, über die ich nicht schreibe und die sie nicht wissen konnte. Sie hat ihn genauso beschrieben, wie ich ihn spüre. Seine Willensstärke, seine Weisheit, seinen schrägen Humor (keine Ahnung wo ich dieses Bild von ihm hernehme, es ist einfach ein Gefühl). Sie hat gemeinsam mit bzw. über Lennis sämtliche Fragezeichen abgearbeitet und jedes Problemfeld, das grad aktuell war, angesprochen. Am Ende war alles gesagt, alle Fragen geklärt und das Gefühl war unbeschreiblich.

Ich weiss noch genau wie sie dann meinte “Ich habe ihn jetzt gefragt, ob er noch etwas hinzuzufügen hat” und lachte bei seiner Antwort: “Nein, alles gesagt. Schluss. Aus. Fertig. Punktlandung.” Da musste ich auch schmunzeln. Ich nenne ihn immer meine “Punktlandung”. Auf den ersten Versuch hat er es sich in mir bequem gemacht und die erste Wehe spürte ich Punkt Mitternacht auf seinen Geburtstermin. Punktlandung eben. Sie konnte es nicht wissen. Ich erzähle davon nur selten. Daher musste ich wirklich lachen, als sie das so sagte. Typisch Lennis. Witzbold.

Ich hatte ihn bis dahin immer gespürt und an diesem Tag so intensiv. Aber aus irgendeinem Grund hatte ich danach das Gefühl, dass er gegangen ist. Als hätte er alles gesagt und seine Aufgabe ist erledigt . Ich weiss nicht woher das kam, aber das Gefühl ist nie mehr weg gegangen. Seit dem habe ich ihn nicht mehr gespürt und das ist so unendlich schwer. Ich weiss nicht, ob ich mir selber im Weg stehe. Oder ob einfach auch die Zeit eine gewisse Distanz schafft. Oder ich seine Anwesenheit anfangs einfach nötiger brauchte. Man bekommt ja immer nur das was man braucht, nicht das, was man will.

Dieses Gefühl hat mich lange ganz doll aufgewühlt. Es war, als würde ich Lennis nochmal verlieren. Nur diesmal noch bewusster. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich wieder erden konnte und ruhiger wurde. Ich versuche seit dem geduldig zu sein, zu verstehen, ob das vielleicht eine neue Aufgabe für mich ist. Etwas an dem ich wachsen soll. Oder ob ich meinen Fokus irgendwie ändern muss. Keine Ahnung. Wenn ich drüber nachdenke klingt es wie totaler Quatsch. Und trotzdem lassen mich die Gedanken nicht ganz los.

Ich habe versucht meine Gedanken und Gefühle in einem Gedicht auszudrücken. Das tut mir immer sehr gut, weil alles ins fliessen kommt. Mir fällt es ein wenig schwer das zu teilen, weil es ein Thema ist, an das viele nicht glauben und es absurd klingen mag. Aber es ist halt so wie es ist…

 

Hallo Liebes, mein unsichtbares Kind.

Wo bist du hin? Gegangen mit dem Wind.

Anfangs habe ich dich oft gespürt,

hast mich sanft auf meinem Weg geführt.

Dieses warme Gefühl ganz tief in mir,

Begleitete jedes kleine Zeichen von dir.

Deine Stärke, deinen Witz, spürte ich ganz nah

Dein Lächeln, deine Wärme, alles ganz klar.

 

Doch plötzlich ist es still seit einiger Zeit.

Nichts deutet mehr auf deine Anwesenheit.

Ich hab versucht ganz ruhig zu sein.

Hab ganz tief gehorcht in mich hinein.

Hab dich gebeten etwas näher zu rücken

Und ganz sanft meine Hand zu drücken.

Hab fest versucht dich irgendwie zu spüren

Hab so gehofft du würdest mich berühren.

Oder einfach irgendein Zeichen hinterlassen.

Unverkennbar, klar und nicht zu verpassen.

Hab deinen Namen laut gerufen in die Welt.

Nachts hinauf ins leuchtende Sternenzelt.

Ich hab so gehofft auf eine Antwort von dir

Doch das Echo hallt endlos leer in mir.

 

Hallo Liebes, mein unsichtbares Kind.

Wo bist du hin? Gegangen mit dem Wind.

Manchmal frage ich mich, ob ich es bin.

Die irgendwo auf dem Weg verloren ging.

War ich es, die den Draht zu dir verlor?

Erreichen deine Worte einfach nicht mehr mein Ohr?

Hab ich ausversehen unsere Sequenz verstellt?

Die Verbindung von deiner in meine Welt.

Es ist als verliere ich dich ein zweites Mal.

Es macht es wieder so unerträglich real.

Bleibt nichts anderes übrig als auszuhalten.

Den Schmerz, das Vermissen, die stetig begleiten.

Ich hoffe, ich werde dein Licht wieder sehen.

Den Sender auf unsere Sequenz zurück drehen.

Ich versuche einfach geduldig zu sein.

Ich horche weiter tief in mich hinein.

 

Hallo Liebes, mein unsichtbares Kind.

Ich suche dich weiter, ich folge dem Wind.

 

 

#meinzeichenvomhimmel – Welche Zeichen hast du bekommen?

One Comment

  • Silvia

    Lies mal das Buch,
    jede Seele plant ihren Weg
    von Robert Schwartz.
    Ich habe das gekauft als meine Schwester starb und wieder gelesen als mein Sohn gestorben war.
    Mir hat das sehr geholfen zu verstehen.
    Vielleicht hilft es Dir auch?
    Alles gute 🍀💫

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