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Herzlich willkommen auf meiner Seite “Still She Rises”

 

Ich würde mir wünschen, du hättest meine Seite unter anderen Umständen gefunden. Aber ich gehe davon aus, dass auch dich die Themen Kindsverlust, Sternenkinder, Fehlgeburt, stille Geburt oder Neugeborenen Tod in irgendeiner Weise betreffen.

 

Wer steckt hinter Still She Rises?

Trauerbegleitung Franziska Kern

Meine Name ist Franzi und ich habe die Seite “Still She Rises” kurz nach dem Tod meines zweiten Sohnes gestartet. Ich bin 34 Jahre alt und lebe in der Nähe von Zürich, zusammen mit meinem Mann Toni, meinem Sohn Finnley und meiner Regenbogen-Tochter Millie.
Am 6. Mai 2017 mussten wir unseren kleinen Sohn Lennis, nur 3 Stunden nach seiner Geburt, zu den Sternen fliegen lassen. Völlig überraschend für alle (mehr über seine Geschichte hier).
Von einem Moment auf den anderen, wurde uns der Boden untern Füssen weggerissen und wir befanden uns im freien Fall.

Neben einer intensiven Trauerbegleitung durch eine andere Sternemama, habe ich diese Seite als Blog begonnen. In erster Linie um all meine Gedanken und Erfahrungen nach dem Tod von Lennis aufzuschreiben und damit auch ein Stück weit Selbsttherapie zu betreiben. Dabei habe ich aber festgestellt, dass viel mehr Frauen von Verlusten in der Schwangerschaft oder nach der Geburt betroffen sind, als ich mir jemals erträumt habe und das Feedback für meinen Blog war überwältigend. Mit jeder Geschichte, die mich durch meine Leser erreichte, ist mir die grosse Not der Betroffenen immer bewusster geworden und ich wollte nicht mehr nur virtuell helfen, sondern auch persönlich.

Im Januar 2019 habe ich daher die Ausbildung zur Trauerbegleiterin für Sternenfamilien bei Hope’s Angel angefangen. Dazu kam noch eine Ausbildung zur Hypnosetherapeutin im Oktober 2019. Im Mai 2020 werde ich beide abgeschlossen haben und Betroffene professionell begleiten dürfen. Ein Fundament an Wissen besteht natürlich schon durch meine eigene Betroffenheit. Ein Bonus, den ich mir selber nicht ausgesucht habe, der aber unendlich wertvoll ist. Denn der Trauerweg nach so einem traurigen Verlust ist mir ein alter, treuer Bekannter. Ich kenne seinen verschlungenen Pfade, seine plötzlichen Umleitungen, Stolpersteine, Berge und Täler und seine Einsamkeit.

Es liegt mir sehr am Herzen dich auf Augenhöhe zu begleiten, emphatisch, liebevoll und einfühlsam. Ich bin gerne an deiner Seite und helfe dir auf deinem ganz persönlichen Trauerweg zu navigieren. Gemeinsam mit deinem/n Sternenkind/ern im Herzen.

 

Sternenkind Lennis

Sternenkind Foto von Lennis

Wie alles begann

Ganz heimlich, still und leise hatte sich unser Sternenkind Lennis bei uns eingeschlichen. Ich hatte nicht damit gerechnet direkt nach Absetzen der Pille und ein paar Tage vor Eisprung schwanger zu werden. Aber der kleine Mann hatte sich wacker seinen Weg gebahnt und es sich in meinem Bauch bequem gemacht. So durfte ich am 1. September 2016 positiv testen. So überrascht wie wir waren, so sehr haben wir uns auch über ein Geschwisterchen für Finnley gefreut.

Schwangerschaft und Geburt

Die Schwangerschaft verlief relativ problemlos. So problemlos wie es mit einem Kleinkind an der Hand gehen kann… Bis auf Rückenschmerzen und vorzeitigen Wehen, die wir durch Ruhe in den Griff bekommen haben, lief alles super. Jeder Ultraschall, jedes CTG war unauffällig und wir freuten uns sehr auf unseren zweiten Sohn. Da Finnley schon knapp 3 Wochen zu früh kam, rechnete ich diesmal auch mit einer vorzeitigen Erlösung von meiner dicken Kugel. Aber unser Sternenkind Lennis schien es auf eine Punktlandung abgesehen zu haben – Mitternacht, pünktlich zum Geburtstermin, verspürte ich die erste Wehe. Im Spital mit unserer Hebamme war es wunderschön und entspannt. Die Eröffnungsphase haben wir Dank Hypnobirthing sehr gut gemeistert und ich durfte für die Presswehen ins Wasser. Ich war meiner Traumgeburt so nahe…

Leider kam unser Kleiner einfach nicht runter. Es schien als wolle er nicht raus. Hatte er vielleicht gewusst, dass er da draussen nicht überleben würde? Als seine Herztöne abfielen, wurde ich sofort in den OP gebracht und bekam einen Notkaiserschnitt unter Vollnarkose. Was in seinen kurzen drei Stunden auf dieser Erde geschehen ist, weiss ich nur vom Erzählen. Meine erste bewusste Erinnerung ist erst, als sie ihn ins Kinderspital transportieren wollten und ich urplötzlich aus dem Raum geschoben wurde. Lennis’ Herz hatte einfach aufgehört zu schlagen, genau in dem Moment, in dem ich wach wurde. Ganze 50 Minuten haben die Ärzte um sein Leben gekämpft, aber er war schon zu den Engeln geflogen. Wir vermissen ihn unglaublich und können es bis heute nicht fassen.

Was wir bis heute wissen

Ganz ehrlich? Nicht viel. Nach Lennis´ plötzlichen und unerklärlichen Versterben wurde von der Kinderärztin ein Verfahren wegen aussergewöhnlichem Todesfall eingeleitet. Am gleichen Tag kam noch die Polizei ins Spital und befragte alle Beteiligten, einschliesslich uns. Die Staatsanwaltschaft ermittelte lange. Es hat 1,5 Jahre gedauert bis wir endlich den Autopsiebericht in den Händen hielten. Aber so richtig klar ist es am Ende nicht. Laut Bericht war Lennis schon über einen längeren Zeitraum stark unterversorgt gewesen. Dass er lebend auf die Welt gekommen ist, grenzt wohl an ein Wunder. Sein Hirn und sein Herz waren schon stark geschädigt. Er hatte einfach keine Chance.

Für die behandelnde Neonatologin ist der Bericht sehr klar. Für meine Gynäkologin und meine Hebamme eher nicht. Ein so stark unterversorgtes Kind wüde man laut ihnen im CTG sehen. Spätestens unter Wehen, zeigen solche Kinder starke Stresssymptome. Lennis´ CTG war immer gut. Erst ganz am Ende, als die Presswehen erfolglos waren, sah man es im CTG.

Es ist also bis heute nicht ganz klar und es hat lange gedauert das zu akzeptieren. Erst eine Sitzung mit einem ganz lieben Medium, hat mir Erlösung gebracht. Denn dort “sagte” Lennis als allererstes, dass ich aufhören solle zu suchen. Es war SEIN Weg. Niemand hat Schuld. Schon komisch, dass uns Kinder am Ende nur unsere Sternenkinder die wirkliche “Absolution” geben können.

 

Erinnerung an Sternenkind Lennis

 

 

Wie entstand der Name “Still She Rises”?

Der Blog Name “Still She Rises” hat mich zufällig während meines Trauerweges gefunden, in Form eines Phönix. Er kam mir als Krafttier zufällig zu mir und begleitete mich ein ganzes Stück weit. Der Phönix ist so symbolisch – der Feuervogel, der zu Asche verbrennt, um dann wieder in voller Schönheit aus der Asche neu geboren aufzusteigen. Es steht für mich auch für uns Sternenmamas, die nach diesem schmerzhaften Verlust die Kraft finden wieder aufzustehen, weiterzumachen und etwas Neues entstehen zu lassen.

still she rises - trauerbegleitung